Gartenarbeit im Juni

Es gibt jede Menge zu tun

Clixmal Hochbeete stellt Ihnen heute die To Do's im Juni vor. Diese sind in der Regel ganz einfach und sollten wirklich jedem Gärter bekannt sein. Der Gartenkalender zeigt an: Es ist Hochsaison für Balkon und Garten! Sie können das erste Obst und Gemüse ernten und auch der Rasen verlangt jetzt alles von Ihnen. Und an warmen Tagen liegt schon ein leichter Duft von Heu in der Luft: Es wird Sommer!
Die To Do's im Überblick: Sommerrasen pflegen, Blumen am Balkon und Garten gießen, Frühsommerputz, Löwenzahn entfernen, Beetumrandung pflanzen und natürlich die Ernte!

Sommerrasen pflegen

Rasenpflege in Dauerschleife

Immer diese Rasenpflege!. Jeden Morgen aufs Neue staunt man darüber, wie schnell er wächst. Kaum mehr als fünf Tage bleibt der Mäher im Schuppen. Und für diejenigen, die einen Englischen Rasen möchten, wird noch häufiger eine Runde mit dem Mäher gedreht.
Von Vorteil ist es hier, wenn Sie einen Mäher mit Mulch-Funktion haben. So bleibt der Rasenschnitt direkt als Dünger liegen. Ohne diese Funktion kann der aufgefangene Rasenschnitt aber auch hervorragend als Dünger in den Beeten untergehoben werden. Das spendet der Erde Feuchtigkeit und zusätzliche Nährstoffe für Ihre Pflanzen.

Pflanzen gießen & pflegen

Wässern und Pflegen Sie die Pflanzen!

Obstbäume müssen bei Trockenheit regelmäßig gewässert werden, sonst bleiben die Früchte klein oder fallen vorzeitig ab. Apfelbäume beispielsweise brauchen in Trockenzeiten wöchentlich etwa 40 Liter Wasser. Zusätzlich sollten Sie die Baumscheibe, also den unmittelbaren Wurzelbereich, mit einer Abdeckung aus Rindenkompost vor Verdunstung schützen. Im Fachhandel sind für diesen Zweck auch spezielle Mulchscheiben aus Kokosfaser erhältlich. Sie haben den Vorteil, dass man sie zum Wässern leicht entfernen kann.

Balkonpflanzen

Da der Erdvorrat bei Balkonpflanzen in Töpfen oder Balkonkästen begrenzt ist, müssen Sie immer häufiger gewässert werden als Gartenpflanzen. Bei Pflanzbehältern aus Ton und Terrakotta verdunstet außerdem immer ein Teil des Wassers durch die offenporige Gefäßwand und die Erde trocknet schneller aus. Pflanzen in solchen Gefäßen müssen daher besonders gut mit Wasser versorgt werden.

Ausputzen & bewässern

Wenn der Regen dann doch manchmal länger auf sich warten lässt: Vergessen Sie nicht alles ausreichend zu bewässern! Und damit nicht genug: Auch Verblühtes sollte entfernt werden. Kontrollieren Sie regelmäßig die Blütenstände und befreie Deine Pflanzen – wie zum Beispiel Petunien oder Geranien – regelmäßig von ihren verblühten Blüten und Blättern, damit diese nicht unnötig Energie aufwenden müssen. Das verlängert nachhaltig deren Blütezeit. Gleiches gilt für Rosen, wenn Sie deren Wildtriebe aus dem Boden entfernen.

Frühsommerputz

Plege. Ausdünnen. Sommerschnitt

Langsam verabschiedet sich der Frühjahrsflor und Polsterstauden wie Polster-Phlox (Phlox Subulata-Gruppe) oder Blaukissen (Aubretia) aus unseren Steinbeeten. Damit diese nicht verkahlen und kompakt und vital bleiben, sollten Sie nach der Blüte (am besten mit einer Heckenschere) stark zurückgeschnitten werden. Manchmal kommt es mit etwas Glück dank einem Rückschnitt sogar noch einmal zu einer Nachblüte.

Baumscheibe unkrautfrei halten

Gerade im Sommer konkurrieren Gräser und Unkräuter mit dem Baum um Wasser und Nährstoffe. Ein dichter Bewuchs bis zum Stamm kann zudem die gefürchtete Kragenfäule fördern. Halten Sie den Rasen im Obstgarten deshalb möglichst kurz. Die Baumscheibe, also der Bereich von 50 bis 100 Zentimeter Durchmesser rund um den Stamm, sollte frei von Bewuchs bleiben. Eine Mulchschicht aus organischem Material (wie zum Beispiel Gras- oder Rasenschnitt) verhindert, dass sich nach dem Jäten erneut Unkräuter breitmachen. Zudem hält diese den Boden gleichmäßig feucht und beugt dem erneuten Einwachsen von Gräsern in die Baumscheibe vor. Frischen Rasenschnitt nur dünn auftragen, dafür wöchentlich nachlegen. Tipp: Vor dem erstmaligen Verteilen ein bis zwei Handvoll Hornspäne ausbringen.

Salatgurken ausdünnen

Damit Salatgurken einen kräftigen Mitteltrieb und nicht zu viele Früchte bilden, muss man sie regelmäßig ausdünnen. In der Regel belässt man nur die erste Frucht am sechsten Blatt eines jeden Seitentriebs. Alle Früchte und Seitentriebe in den stammnäheren Blattachseln werden entfernt. Wichtig: Schlangengurken brauchen im Sommer bis zu drei Liter Wasser pro Tag. Bei Wassermangel werfen sie schnell ihre Früchte ab.

Sommerschnitt für Weinreben

Damit Ihre Weinreben große, süße Trauben bilden, brauchen sie während der Blütenphase einen Sommerschnitt. Schneiden Sie jeden Fruchttrieb über dem vierten bis fünften Blatt hinter dem letzten Blütenbüschel ab und kürzen Sie auch alle Seitentriebe, die für den Stockaufbau im nächsten Jahr nicht benötigt werden, auf zwei bis drei Blätter ein. Sinn der Schnittmaßnahme: Die künftigen Trauben werden besser belichtet und haben zum Wachsen mehr Wasser zur Verfügung, das sonst über die Blätter verdunsten würde. Wenn Sie diesen Gartentipp in die Tat umsetzen, sollten Sie darauf achten nicht zu viel Blattmasse abzuschneiden, denn die Blätter sind für die Zuckerbildung wichtig. Stattdessen sollten Sie im Juli lieber den Fruchtbehang ausdünnen, damit eine gute Balance zwischen Frucht- und Blattmasse erhalten bleibt.

Beetumrandungen pflanzen

Besser spät als nie!

Wie wäre es, wenn Sie Ihrem Rosenbeet oder dem Gartenweg einen hübschen Rahmen verpassen – und zwar einen lebendigen aus Lavendel! Jetzt bieten Staudengärtnereien oder Gartencenter häufig Jungpflanzen an, die als sogenannte Palettenware recht günstig sind. Kalkulieren Sie etwa 5 Jungpflanzen pro laufenden Meter. Und der Standort muss natürlich passen. Lavendel liebt volle Sonne und sommertrockene Böden, die nicht zu nährstoffreich sind. Insofern braucht man bei normalem Gartenboden keinen Dünger mit ins Pflanzloch geben. Übrigens der mediterrane Kleinstrauch macht sich auch als Einfassung von Kiesflächen oder auf einer Mauerkrone gut.

Erntezeit

Wer im Frühjahr fleißig war...

...kann im Juli ernten! Zum Beispiel frühen Weißkohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Wirsing, Brokkoli, Salate, Rettich und Möhren!

Im Juni ist die Rhabarber- und Spargel-Saison beendet

Ab dem Johannistag (24. Juni) sollten Sie Rhabarber und Spargel nicht mehr ernten, wenn Sie im nächsten Jahr wieder etwas davon haben möchtest. Gönnen Sie ihnen Ruhe und Regenerationszeit. Rhabarber zum Beispiel produziert ab Ende Juni sowieso zu viel Oxolsäure und wird weniger bekömmlich bis ungenießbar. Arbeiten Sie einfach nach der letzten Ernte etwa einen bis zwei Liter Kompost flach in die Erde ein und entfernen neu entstehende Blütenstängel, damit die Pflanze Energie für das nächste Jahr aufspart. Wenn Sie dieses Jahr zum ersten Mal ernten, sollte all dies bereits bis zum 10. Juni erledigt werden.