Der Herbst naht!

Wenn sich der Sommer dem Ende neigt, wird es Zeit, den Garten für den goldenen Herbst fit zu machen.

Rasen
Bei sinkenden Temperaturen sollte der Rasen auf eine Höhe von fünf Zentimetern gemäht werden. Ist das Gras länger, kann es faulen, ist es zu kurz, fehlt den Wurzeln ein Kälteschutz. Bereits heruntergefallenes Laub lässt sich praktischerweise gleich mit aufmähen, ansonsten fördert es beim liegenbleiben ebenfalls Fäulnis. Diese schwächt den Rasen und er wird anfälliger für weitere Pilzkrankheiten. Sollten sich Bereiche mit Staunässe bilden, sollten diese mit einer Grabgabel gelüftet werden, dann bekommen die Wurzeln wieder den Sauerstoff, das Wasser und die Nährstoffe, welche sie benötigen.

Außerdem ist Anfang September der ideale Zeitpunkt, um neuen Rasen auszusäen. Die sommerliche Trockenheit ist in der Regel vorbei und der Boden noch warm genug, damit die Gräsersamen schnell keimen können.
Rosen
Düngen Sie Ihre Rosen am besten Anfang bis Mitte September noch einmal mit eine chloridarmen Kaliumdünger wie z.B. Patenkali. Das Kalium fördert das Verholzen der Triebe und wird im Zellsaft der Pflanzenzellen eingelagert. Dort setzt es ähnlich wie ein Gefrierpunkt herab und macht die Rosentriebe frostfester.
Blumenzwiebel pflanzen
Bringen Sie die frischen Zwiebeln am besten gleich in die Erde, sie sollten etwa doppelt so tief gepflanzt werden, wie sie hoch sind.
Tipp: Bei Tulpen, Lilien und anderen nässeempfindlichen Arten sollten Sie vor dem Setzen der Zwiebeln etwas groben Bausand ins Pflanzloch streuen.
Nistkasten
Im September ist die letzte Brut von Meisen, Spatzen, Kleibern und Zaunkönigen ausgeflogen. Doch im Nistkasten herrscht oft dennoch wildes Treiben, da Vogelflöhe, Milben und Zecken es sich hier ebenfalls gemütlich gemacht haben. Der Naturschutzbund Deutschland weist auch noch darauf hin, dass eine Reinigung später im Herbst schützenswerte Wintergäste wie Hummelköniginnen oder Fledermäuse stören könnte.
Tipp: Bevor Sie mit Handschuhen und Besen zur Tat schreiten – anklopfen! Manchmal gibt es „Zwischenmieter“ wie Wald- oder Haselmäuse.
Teich
Je nach Witterung verlieren die ersten Laubbäume bereits ab Ende September ihre Blätter. Decken Sie Ihren Gartenteich frühzeitig mit einem Laubschutznetz ab, damit das Laub nicht in den Teich fällt und ihn mit Faulschlamm anreichert.
Igel
Igel machen sich ab September auf die Suche nach einem geeigneten Winterquartier. Wenn Sie die nützlichen Tiere in Ihrem Garten beherbergen wollen, sollten Sie Ihnen spätestens im September geeignete Unterschlupfe bauen. Legen Sie an einer geschützten Stelle unter Sträuchern trockenes Laub oder Stroh aus und stellen Sie eine umgedrehte Obstkiste darauf, nachdem Sie einer der beiden schmalen Seitenwände entfernt haben. Stecken Sie vor dieser Öffnung ein paar gebogene Weidenzweige in die Erde, sodass als Zugang ein etwa 30cm langer Laubengang entsteht. Zum Schluss überhäufen Sie die gesamte Konstruktion mit trockenen Ästen und Laub – fertig ist das Igel-Quartier!